08.06.2026
Am 31. Mai fand, traditionell einen Tag nach dem Start der Triathlon Bundesliga, die Mitteldistanz und der 5150 über die olympische Distanz unter dem IRONMAN Label statt. Die Region im Kraichgau ist umgangssprachlich auch als „Land der 1000 Hügel“ bekannt, was die Triathleten besonders auf der anspruchsvollen Radstrecke zu spüren bekamen.
Den Auftakt am Morgen machten die Profis am Hardtsee in Ubstadt-Weiher. Mit 37 anderen ambitionierten Athleten begab sich Laurin Wehrle auf die insgesamt 113 Kilometer, bestehend aus 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometern auf dem Rad und einem Halbmarathon. Insgesamt war Laurin sehr zufrieden mit seinem Rennen, haderte allerdings damit, dass er nach der Wende beim Schwimmen die Lücke zur Spitzengruppe nicht mehr schließen konnte und somit auf dem Rad trotz großer Bemühungen den Abstand auf die große Führungsgruppe nicht verringern konnte. Mit einer Zeit von 1:23:32h im abschließenden Halbmarathon stand am Ende der 28te Platz in einer Gesamtzeit von 4:07:31h zu Buche sowie ein solider Einstand in die Saison. Bereits gestern am 7ten Juni startete Laurin erneut, dieses Mal in Bonn über eine etwas verkürzte Mitteldistanz. Dort hieß es für ihn 4,2 Kilometer Rheinabwärts mit Start von einer Fähre zu schwimmen, 64 Kilometer mit dem Rad zurückzulegen und 15 Kilometer in den Laufschuhen bestreiten. Nach 03:02:01h sprang für ihn leider der undankbare vierte Platz heraus mit 6,5 Minuten Rückstand auf den Sieger. Insgesamt zwei super Rennen von Laurin, welche Lust auf mehr machen.
Im Kraichgau stellten sich neben Laurin auch Elias Schwarze, Matthias Eisele und Tobias Mechel der Herausforderung Mitteldistanz. Anders als bei den Profis starteten die Altersklassenathleten in einem Rolling Start System. Am ambitioniertesten ging Neuzugang Schwarze ins Rennen. Mit solidem Split im Schwimmen und Laufen und einer sehr guten Radzeit sprang der 28te Gesamtplatz heraus und ein sechster Platz in seiner Altersklasse. Im Ziel blieb die Uhr nach 4:19:15h für ihn stehen. Matthias erwischte einen guten Tag in den Start und kam bereits nach 30:33min aus dem Wasser. Ein konstantes Rad fahren und kontrolliertes Laufen ließen ihn nach 5:15:42h die Ziellinie erreichen. Ähnlich ging es Tobias, welcher den Hardtsee 11 Sekunden schneller als Matthias durchschwimmen konnte. Auch auf dem Rad trennten die beiden nur 90 Sekunden. Beim Laufen musste Tobias sich von seinem vielversprechenden Tag, aufgrund von Magenproblemen, leider verabschieden. Nichtsdestotrotz beendete er sein Rennen und kann wie alle anderen stolz auf seine Leistung sein.
Gegen Mittag hatte dann das lange Warten für Sinja Bühler und Yannick Bäurle ein Ende. Die beiden durften nach langem hin fiebern auf ihre erste olympische Distanz mit etwas Verspätung, aufgrund von Unwettern, in die Fluten des Hardtsee springen. Im Vergleich zur Mitteldistanz sind die Distanzen auf der olympischen Strecke etwas kürzer, so werden 1,5 Km geschwommen, 40 Kilometer geradelt und 10 Km zum Abschluss gelaufen. Beide Athleten kam glücklich und erschöpft am Nachmittag in Bad Schönborn ins Ziel und wurden dort von ihren Familien empfangen. Yannick finishte sein Debüt in 2:51:55h und Sinja folgte kurze Zeit später in 3:00:09h. Herzlichen Glückwunsch zu euren großartigen Leistungen.
Langdistanz Debüts von André und Daniel beim Ironman Hamburg
Am gestrigen Sonntag fanden in Hamburg wieder die Europameisterschaften über die Langdistanz bei den Frauen statt. Die Schlagzeilen machten dieses Jahr aber nicht die Leistungen der Athleten, sondern ein Anschlag mit Metallsplittern auf der Radstrecke. Dieser führte dazu, dass ca. 150 AthletInnen ihr Rennen aufgrund von platten Reifen nicht mehr beenden konnten. Außerdem wurde in Kauf genommen, dass sich die Athleten bei einem Sturz schwer verletzen. Dieser Vorfall stimmt uns als Ausdauersportverein und begeisterte Triathlonanhänger sehr traurig, da wir nachvollziehen können wie viel Aufwand in so einen Start investiert werden muss. Glücklicherweise waren unsere beiden Starter von dem Vorfall nicht betroffen und konnten ihre großartigen Leistungen auf ihrer ersten Langdistanz belohnen.
Daniel Vergote finishte bereits nach 9:41:13h und blieb somit bei seinem Debüt direkt unter der magischen zehn Stunden Marke. Seine Splitzeiten für die 3,8 Km schwimmen, 180 Km Rad und den abschließenden Marathon waren 1:13:02h, 4:59:23h und 3:15:09h. Dazu noch die beiden Wechsel welche ihn 13:41 min kosteten. Er selbst betitelte seine Erfahrung als „wilden Ritt mit vielen Höhen und Tiefen“, so wie man eine Langdistanz eben beschreibt 😉.
Für André Schindler, welcher den Ausdauersport erst seit ein paar Jahren betreibt, ging es in Hamburg nur um das Erlebnis und durchzukommen. Mit einer Zeit von 11:27:49h hat er seine eigenen Erwartungen übertroffen und kann sich nun stolz als IRONMAN betiteln, etwas, dass nur sehr wenige Menschen von sich behaupten können.
Wir gratulieren euch beiden ganz herzlich zu eurem Langdistanz Finish, die schmerzenden Beine in den kommenden Tagen habt ihr euch verdient 😉. ht
von oben nach unten: Elias Schwarze; Matthias Eisele; Sinja Bühler und Yannick Bäurle; Daniel Vergote; André Schindler 2x













